
Wenn im Frühling die Aprikosen im Dah Village im indischen Bundesstaat Jammu & Kashmir zu blühen beginnen, wirkt die sonst eher graue Gebirgslandschaft durch das weiße bis zartrosa Blütenmeer wie verzaubert. Nur wenige Touristen verirren sich zu dieser Jahreszeit in diese traumhaft schöne Gebirgsregion. Warum also nicht einfach einmal statt dem einwöchigen Kurzurlaub am Comer See eine achttägige Kurzreise auf das Dach der Welt?
Schon der Flug von Delhi in das ca. 3.500 m hoch gelegene Leh in Ladakh bietet eine spektakuläre Aussicht auf das höchste Gebirge der Erde. Im April hat der Frühling gerade begonnen. Die Luft ist klar und man kann mit vielen Sonnenstunden rechnen.
Von Leh aus geht die Reise zunächst entlang der „Straße der Gompas“, der buddhistischen Tempel. Etwa 70 km von Leh entfernt liegt Alchi mit dem größten und bekanntesten buddhistischen Tempel in Ladakh, der über eine wunderschöne Kollektion von Malereien verfügt. Im nahegelegenen Saspol wird am Nachmittag der Nyidaphuk Gompa besucht.
Von Alchi aus geht die Route am nächsten Morgen über das Dorf Skurbuchan nach Dha, einem kleinen, malerischen Dorf. Die Schönheit der blühenden Aprikosenplantagen rund um den Ort hinterlässt einen tiefen Eindruck. Der Himalaya zählt zu den Ursprungsgebieten der Aprikose – auch wenn man da nicht ganz sicher ist.
Durch das Sanjak-Tal geht es weiter nach Kargil. Früher war diese Gegend für den Tourismus gesperrt, da es bis vor 10-15 Jahren immer wieder zu Grenzkonflikten mit Pakistan gekommen war. Doch inzwischen hat die indische Regierung diese unberührte Bergwelt für den Tourismus freigegeben. In Kargil selbst hat man schließlich den ganzen nächsten Tag, um die Aprikosenblüte in ihrer ganzen Pracht und Schönheit zu genießen.
Auf der Rückreise von Kargil über Alchi nach Leh werden während der kommenden zwei Tage u. a. noch die Mulbek Chamba, eine 9 m hohe Felsskulptur aus dem 7. oder 8. Jahrhundert, und das Kloster von Lamayuru besichtigt. Dieses Kloster liegt angeblich an der Stelle eines ehemaligen, kristallklaren Sees, der nach dem Segen des damaligen Lamas den Platz für das Kloster freigemacht hat.
Von Leh geht es schließlich nach dem Frühstück nach Delhi, wo auch noch ein kurzes Sightseeing mit anschließendem Dinner auf dem Programm steht. Dann kann nach diesem die Seele und den Geist befreienden Ausflug in die Schönheit dieser Bergwelt die Rückreise nach Deutschland angetreten werden.
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