
Der vom Tourismus noch weitgehend unentdeckte Osten Indiens bietet Reisenden vor allem unvergessliche Naturerlebnisse. Auf einer Route, die über Darjeeling in den über 2.000 m hohen Bergen des Vorder-Himalaya bis hinunter in die größten Mangrovenwälder dieser Erde, die Sundarbans, führt, offenbart sich einmal mehr die Vielfalt des indischen Subkontinents.
Beginnen wir die Reise in Kurseong, einer Hill Station auf 1.458 m Höhe im District Darjeeling. Von hier aus fährt die von den Briten gebaute Himalaya-Bahn – wegen ihrer geringen Spurbreite und der kleinen Lokomotive auch „Toy Train“ genannt – nach Darjeeling, das in über 2.000 m Höhe liegt. Steigungen von bis zu 20 Prozent müssen überwunden werden. Ganz in Ruhe kann man vom Zug aus die unvorstellbar schöne Landschaft bewundern. Dichtem Urwald folgen riesige Teeplantagen, die sich an die steilen Berge schmiegen. Tropische Baumarten, purpurne Bougainvillea oder große rote Weihnachtssterne säumen die Strecke.
Von Darjeeling, dem Königreich des Tees, geht die Reise nach Pemayangtse in Sikkim. Auf dem Weg dorthin bietet sich bei klarer Sicht ein einzigartiger Blick auf die Gipfel des östlichen Himalaya mit dem über 8.500 m hohen Kanchenjunga-Massiv. Malerisch liegen urtümliche Klöster mit flatternden Gebetsfahnen in dieser Kulisse aus schneebedeckten Himalaya-Gipfeln, dichten Wäldern und steilen Abhängen.
Von Pemayangtse aus starten mehrere Unternehmungen: Eine kurze Wanderung von etwa 2 km führt zum Kloster Pemayangtse, dem ältesten und bedeutendsten Kloster Sikkims. Beeindruckend ist auch ein Ausflug in das malerische Bergdorf Yuksom, das direkt am Fuß des Kanchenjunga-Massivs liegt.
Weiter geht die Reise in die Hauptstadt Sikkims: Gangtok. Zahlreiche religiöse Stätten wie das heiligste Kloster Sikkims, Kloster Tashiding, oder Kloster Rumtek, eine der größten religiösen Anlagen im östlichen Himalaya, liegen hier in unmittelbarer Nähe. Auch die malerischen Dörfer der Gegend, in denen die Jahrhunderte alten Traditionen noch lebendig sind, hinterlassen bei den Reisenden starke, unvergessliche Eindrücke. Zurück in der Ebene Westbengalens folgt ein Ausflug in das Jaldapara-Wildschutzgebiet, nicht nur für Ornithologen ein Paradies. Mit etwas Glück kann man bei einer Safari auf dem Rücken eines Elefanten Nashörner oder wilde Elefanten beobachten.
Krönender Abschluss der gut zweiwöchigen Reise ist eine dreitägige Schiffsreise in den Sundarbans inklusive Wanderungen und Bootstouren durch die Mangrovenwälder. Die Flussdeltas von Ganges, Brahmaputra und Meghna gehen hier ineinander über. Krokodile, Pythons, seltene Tier- und Pflanzenarten und auch Königstiger sind in diesem Naturparadies von 10.000 km2 beheimatet. Eines ist zumindest gewiss: Diese vielfältige Reise bietet Naturerlebnisse vom Allerfeinsten. Ole Ipsen, Ikarus Tours
Information
Seit 1970 bietet Ikarus Tours Studien- und Erlebnisreisen in ferne Länder. In Indien reicht das Spektrum außergewöhnlicher Reisen vom Himalaya bis ins Tropenparadies Südindiens. Mehr auf www.ikarus.com