
Indien ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt, hier leben mehr als 1,1 Milliarden Menschen. Es ist ein Land mit einer reichen Kultur und einer Vielfalt an Sprachen, Religionen und Landschaften. Allerdings ist Indien auch ein Land, in dem viel Elend, Armut und Verzweiflung herrschen.
Mehr als ein Viertel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze – entweder auf dem Land oder in den Slums am Rande der riesigen Städte. Die Probleme reichen von Mangelernährung über Kindersterblichkeit aufgrund mangelnder Impfungen bis hin zu Kinderarbeit. Vor allem zwei Gruppen haben wenig Chancen, aus diesem Teufelskreis herauszukommen: Kinder, die der Kaste der „Unberührbaren“ angehören sowie Mädchen.
Durch die zunehmende weltwirtschaftliche Verflechtung Indiens zeigen sich auch hier seit 2008 die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise. Das bis dahin stetige Wirtschaftswachstum brach ein. Dadurch verschärften sich die ohnehin starken sozialen Probleme – Familien zerbrechen und die Kinder sind die unschuldigen Opfer.
Nach offiziellen Statistiken müssen mehr als 12 Millionen Mädchen und Jungen in Indien Kinderarbeit leisten – Schätzungen überbieten diese Zahl jedoch bei weitem. Besonders Mädchen trifft es hart: Da sie in den meisten Familien weniger gelten als ihre Brüder, werden sie als Haushaltshilfen ausgebeutet, schuften auf Teeplantagen oder verdienen ihren Lebensunterhalt als Müllsammlerinnen. Schätzungen zufolge leben etwa 11 Millionen Kinder in Indien auf der Straße. Ein Großteil der Kinder werden Opfer von Missbrauch und Gewalt.
Für Kinder in Indien sind die SOS-Kinderdörfer seit 1963 aktiv. Aktuell gibt es 40 SOS-Kinderdörfer (ein weiteres befindet sich im Bau) mit angeschlossenen SOS-Jugendeinrichtungen und SOS-Kindergärten. Insgesamt leben dort über 5.000 Kinder und Jugendliche. Der Großteil davon sind Mädchen, die häufiger von ihren Familien verstoßen und ausgesetzt werden. Sieben der SOS-Kinderdörfer entstanden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde der Exil-Tibeter und dem Dalai Lama, um tibetische Flüchtlingskinder aufzunehmen.
Nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004 startete SOS-Kinderdorf ein Nothilfeprogramm zur Sofort- und Wiederaufbaufhilfe. In Pondicherry entstand ein SOS-Kinderdorf für Tsunami-Waisen. Weitere Einrichtungen sind:16 SOS-Hermann-Gmeiner-Schulen, 8 SOS-Berufsbildungszentren, 33 SOS-Sozialzentren (inkl. Familienstärkungsprogrammen), 2 medizinische Zentren und ein SOS Nothilfeprogramm.
Diese Arbeit bietet den Kindern und Menschen in Indien „Hilfe zur Selbsthilfe“ und ist nur mit Ihrer Unterstützung möglich. Helfen Sie mit – mit Ihrer SOS-Patenschaft unterstützen Sie die Arbeit von SOS-Kinderdorf in Indien effektiv und nachhaltig! SOS-Kinderdörfer
Mehr Infos zu SOS-Patenschaften und Anmeldung unter: www.sos-paten.de