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Indien Magazin

Energie

Indien beschließt weitere Förderungen von Solaranlagen


Schüler der Vidyaniketan Public School in Bangalore mit ihrer neuen Solaranlage (eine Aktion von 350.org vom 10.10.2010). Foto: 350.org/Usha Ramaiah

03.01.2012

Laut einer jüngsten Veröffentlichung des Beratungsunternehmens Bridge of India sind in Indien 2011 rund 200 Megawatt Photovoltaik-Leistung zusätzlich ans Netz gegangen. Nun fördert die indische Regierung den Ausbau der Solarenergie auf dem Subkontinent außerdem mit einem Einspeisetarif und Investitionsförderungen.

Insgesamt sollen Solaranlagen mit einer Gesamtkapazität von 100 Megawatt finanziell unterstützt werden. Aber auch netzferne kleine Anlagen, die bis zu 33 Kilowatt produzieren, werden in dem neuen Programm „Generation-Based Incentives (GBI)“ berücksichtigt.

Die Indian Renewable Energy Development Agency (IREDA) fördert künftig die Nutzung von Solarstrom mit 12,41 InR (ca. 0,18 Euro) pro eingespeister Kilowatt-Stunde, wenn die staatlichen Stromversorger ihren Strom aus ausgewählten Projekten beziehen.

Besonders freuen dürfen sich die Bewohner kleiner Dörfer, die nicht ans Stromnetz angeschlossen sind. Beim Bau von kleinen, netzfernen Anlagen übernimmt das Ministerium für Erneuerbare Energien (MNRE) mindestens 90 Prozent der Kosten. Lebt die Familie unterhalb der Armutsgrenze, finanziert der Staat sogar die gesamte Anlage – zumindest bis zu einer Höhe von 18.000 InR (ca. 260 Euro) pro Haushalt.

Das Förderprogramm National Solar Mission und – allen Bundesstaaten voran – die hervorragende Förderpolitik für Solarenergie in Gujarat lassen ein weiteres starkes Wachstum des Solarmarkts in Indien erwarten. Das Potenzial ist da: Bis 2022 könnte Indien die Photovoltaic-Leistung auf 33,4 Gigawatt ausbauen – netzgekoppelt und off-grid. Durch das Förderprogramm erhofft sich die indische Regierung bis 2022 wenigstens 20 zusätzliche Gigawatt Leistung aus Solaranlagen.