
Schrillbunte Tempelfeste, märchenhaftes Maharadscha-Kolorit, das Gewimmel der Metropolen: Indien gehört zu den spektakulärsten Reisezielen. Doch die Routen ähneln sich. Kulturbeflissene buchen die Palasttour durch Rajasthan, Backpacker mit Lonely Planet-Reiseführer begeben sich auf den „Banana Pancake Trail“. Für alle, die solche ausgetretenen Pfade verlassen wollen, hat Djoser Reisen eine Rundreise in den abgelegenen Osten des Subkontinents entwickelt.
Im Mittelpunkt stehen die vielfach noch archaisch lebenden Ureinwohner des Bundesstaates Orissa und Tigersafaris. Nach dem Auftakt in Kalkutta, zwei Strandtagen in Puri sowie dem Besuch der sagenhaften Tempel von Konarak und Bhubaneshwar beginnt die siebentägige Tour zu Dörfern im äußersten Süden Orissas. In dem wenig besuchten Bundesstaat ist jeder Fünfte ein Adivasi, ein indischer Ureinwohner. Viele Angehörige der insgesamt 62 Volksstämme Orissas hatten noch nie Kontakt zu Fremden.
Vom Chilikasee, dem größten Brackwassersee der Welt mit Flussdelfinen, Pelikanen und einer legendären Vielfalt an Vogelarten, geht es mit mehreren Autos in das hoch gelegene Stammesgebiet der Kondh. Die sattgrünen tropischen Wälder und die wunderschöne Hügellandschaft faszinieren sofort. Viel mehr aber gilt dies für ihre zurückgezogen lebenden Bewohner, die vor zwei Jahrhunderten noch Kopfjäger waren. Die Tour führt durch mehrere Weiler, wo die Kondh intensive Einblicke in ihren Alltag, ihre Feste und ihre Bräuche gewähren.
Einer der Höhepunkte ist der farbenfrohe Markt der Bonda bei Jeypore. Während die tätowierten Gesichter vieler Kondh-Frauen mit Ringen in Nase und Ohren übersät sind, fallen bei den Bonda die massig um den Hals und die blanke Brust gehängten Perlenketten auf. Auch Frauen des Gadaba-Stamms besuchen den Markt und verblüffen mit kiloschweren armdicken Halsreifen aus Metall.
Herrliche Wanderungen führen zu einer Reihe weiterer faszinierender Volksstämme mit jeweils unverwechselbaren Traditionen und einer eigenen Sprache. Die lokalen Reisebegleiter sprechen einige der Idiome und vermitteln zwischen den Welten. Der Reisende taucht in ein Reich aus geheimnisvollen Mythen, schamanistischen Ritualen, Clanvorschriften und nie gesehenen Tänzen ein.
Die insgesamt 21-tägige Reise endet in der atemberaubenden Natur des Kanha Nationalparks im Bundesstaat Madhya Pradesh mit Laubwäldern, Flüssen und Savannengras und einer beeindruckenden Tierwelt aus Antilopen, Bisons, Leoparden – und bengalischen Tigern. Während mehrerer Safaris in Jeeps oder auf Elefantenrücken kommt man den Großkatzen ganz nah.
Heino Schütten, Djoser Reisen
Information
Djoser wurde 1992 gegründet und ist auf Gruppen-Fernreisen spezialisiert, die das Abenteuergefühl und die Freiheit von Individualreisen mit der Sicherheit organisierter Studien- und Erlebnisreisen kombinieren. Seit vier Jahren gibt es auch Djoser Junior: Fernreisen speziell für Familien mit Kindern zwischen 5 und 15 Jahren. Weitere Informationen: www.djoser.de