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Rubrik: Logistik & Verkehr

Indische Regierung Fördert maritimen Sektor


Die neue indische Regierung hat sich im Rahmen der Verbesserung der Infrastruktur des Landes die massive Förderung von Schifffahrt und Schiffbau auf die Fahnen geschrieben.

Das indische Schifffahrtsministerium mit dem neuen Minister G.K. Vasan an der Spitze will im Rahmen des gigantischen Entwicklungsprogramms National Maritime Development Programme (NMDP) zwei international wettbewerbsfähige Werften errichten, eine an der West- und eine an der Ostküste des Landes. Das ist angesichts des in der Vergangenheit stetig gewachsenen Marktanteils der indischen Schiffbauindustrie nur konsequent, führte der britische Dienstleister Clarkson Research Anfang 2009 die indische Schiffbauindustrie mit 250 Neubauaufträgen und 2,35 Mio. CGT (Compensated Gross Tons, der mit dem schiffbaulichen Arbeitsaufwand gewichteten Tonnage) doch auf Platz sieben der Orderbuch-Weltrangliste des internationalen Schiffbaus. Am 1. Juni 2009 stehen bei den führenden indischen Werften immer noch 248 Aufträge mit 4,9 Mio. Tonnen Tragfähigkeit (dwt) zu Buche. Aber auch die größten indischen Schiffbauunternehmen wie AGB Shipyard, die immerhin ein Auftragspolster von 87 Neubauaufträgen mit 1,85 Mio dwt vorweisen kann, oder Bharati S.Y., mit 43 Bestellungen Indiens Nummer Zwei unter den Werften, haben laut Clarkson in 2009 noch keinen Neubauauftrag akquirieren können wie auch die übrigen Werften des Subkontinents.

Dennoch ist INSA-Generalsekretär Dr. S.S. Kulkarni überzeugt, dass die Branchen Schifffahrt und Schiffbau für die indische Wirtschaft auch künftig von erheblicher Bedeutung sind, da sie nach der Automobilindustrie sehr viele wirtschaftliche Bereiche einbeziehen. Bei einem Land mit einer 7.000 Kilometer langen Küstenlinie und inländischen Wasserstraßen von 14.000 Kilometern Länge seien die maritimen Branchen für die Logistik äußerst wichtig. Etwa 70% des Volumens der indischen Importe und Exporte werden über den Seeweg abgewickelt. Der neue Schifffahrtsminister G. K. Vasan werde sehr bald Infrastrukturprojekte wie die Entwicklung der großen Häfen in Angriff nehmen, ist sich Kulkarni sicher. Die INSA-Mitglieder erwarten von der neuen indischen Regierung Unterstützung bei der Finanzierung neuer Schiffe und bei der Fracht sowie eine rationellere Regelung der Besteuerung.

Indien wird nach Kulkarnis Überzeugung künftig ein bevorzugtes Ziel des maritimen Business sein. Auf dem Weg dorthin spiele eine Fachmesse wie die SMM India eine wichtige Rolle.

Mit der SMM India startet die Hamburg Messe nach der erfolgreichen SMM Istanbul im Januar 2009 die zweite Auslandsmesse der Schiffbauleitmesse SMM. Die neue Fachmesse in Indien bietet der internationalen Schiffbau- und Schiffbauzulieferindustrie die besten Voraussetzungen, ihre Geschäftsbeziehungen zur asiatischen und speziell zur aufstrebenden indischen maritimen Industrie zu vertiefen.

Die Hamburg Messe und die beiden Mitveranstalter der SMM India, E. J. Krause & Associates, Inc., der weltweit tätige amerikanische Veranstaltungsspezialist, und der größte indische Messeveranstalter INTER ADS Exhibitions Pvt. Ltd. erwarten zur SMM India 2009 die Marktführer der Schiffbau- und Schiffbauzulieferbranche aus Asien, Europa und Amerika. Begleitet wird die SMM India von einer hochrangigen Konferenz, die sich den aktuellen Themen der Schifffahrt und des Schiffbaus widmet, darunter den Schwerpunkten maritime safety and security, ports and dredging and shipbuilding.

Angelika Schennen, Hamburg Messe und Congress

ANGELIKA SCHENNEN


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