Werbung


Interaktive Indienkarte Puducherry Dadra und Nagar Haveli Daman und Diu Delhi Goa Lakshadeep Andaman und Nicobar Tamil Nadu Kerala Andhra Pradesh Karnataka Nagaland Manipur Mizoram Tripura Meghalaya Assam Arunachal Pradesh Orissa Sikkim West Bengal Jharkhand Bihar Uttar Pradesh Himachal Pradesh Jammu und Kashmir Uttarakhand Haryana Punjab Rajasthan Chhattisgarh Maharashtra Madhya Pradesh Gujarat
Rubrik: Handel & Konsum

Indien als Lieferant von Spiel- und Sportwaren


Indien agierte als Spiel- und Sportnation bisher eher unauffällig. Der schillernde Vijay Mallya, Inhaber der Kingfisher Airlines und Geschäftsführer der Brauerei, die das gleichnamige indische Bier braut, brachte mit Force India erstmals ein indisches Rennteam auf die Formel-1-Landkarte. In 2010 soll sogar ein Grand Prix in Indien stattfinden.

Ansonsten kennt mancher Indien noch als Rekordweltmeister in Feldhockey und als führende Kricket-Nation. Das Pech der Inder besteht darin, dass diese Sportarten international nicht in den oberen Bekanntheitsgraden rangieren.

Indien verfügt inzwischen über weltklasse Boxer, Gewichtheber und Badmintonspieler sowie erfolgreiche Tennisprofis wie Leander Paes, Mahesh Bhupati und Sania Mirza. Am bekanntesten außerhalb Indiens ist wohl der Denksportler und seit 2007 amtierende Schachweltmeister Viswanathan Anand. Als Nation mit über einer Milliarde Bevölkerung ist Indien in der Welt des Sports aber noch deutlich unter repräsentiert. Indien ist bemüht einen höheren Sportlevel zu erreichen. Beinahe wären die Asienspiele 2014 in New Delhi ausgetragen worden, die schließlich an Südkorea vergeben wurden, und schon träumt Indien von noch Größerem – den Olympischen Spielen 2020.

Auch Fußball gewinnt an Bedeutung. Der Deutsche Fußball Bund ist in Indien aktiv an der Aufbauarbeit und Professionalisierung des indischen Fußballs beteiligt und Bayerns Torwartlegende Oliver Kahn spielte im Mai 2008 sein Abschiedsspiel in der ausverkauften 120.000 Menschen fassenden Salt Lake Stadium von Kolkata (Kalkutta).

Bei der Herstellung von Sportartikeln wird Indien immer vielschichtiger. Neben Sportbekleidung ist Indien traditionell stark bei Sportartikeln aus Holz und Leder vertreten, d.h. in der Herstellung von Hockey- und Kricketschlägern sowie bei Lederbällen (natürlich auch Fußbällen) und Reitsportartikeln. Die wachsende Mittelschicht in Indien verlangt nach technischen Sport- und Fitnessgeräten, die in Indien mittlerweile auch gefertigt werden.

Neben dem heimischen Markt versuchen indische Unternehmen verstärkt ins Ausland zu liefern. Der Großteil der indischen Sportwarenexporte geht aber immer noch in die ehemaligen britischen Kolonien. In den Commenwealth- Staaten gelten, wie z.B. beim Kricket, immer noch ähnliche sportliche Interessen. Wegen der Finanzkrise fragen England, Australien, Neuseeland und Südafrika derzeit allerdings weniger nach. Besonders betroffen ist davon die Stadt Jalandhar im Punjab, einem der traditionell wichtigsten Orte der Sportartikelherstellung in Indien. Die härtesten Mitbewerber in der Fußballherstellung für Indien sind China und Pakistan.

Die indischen Spielwarenexporte nehmen sich gegenüber den Sportwaren recht bescheiden aus. Traditionell ist Holz ein wichtiger Werkstoff in der indischen Spielwarenherstellung. Über 90% aller aus Holz gedrechselten Schachfiguren stammen aus Indien. Neben Klassikern wie dem Carrom-Spiel werden in Indien aber schon längst auch moderne Spielwaren, z.B. didaktische Spiele und Spielzeug aus Kunststoffen hergestellt. Bei PC-Spielen liefern indischen Unternehmen zwar immer mehr Programmbestandteile, treten aber noch nicht als Endhersteller in Erscheinung.

sa

INDIEN AKTUELL BUSINESS


Share |

Sponsoren

  • Jet Airways
  • Madhya Pradesh
  • Prexma Consulting