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Der Bundesstaat Sikkim

Allgemeines

Sikkim ist ein kleiner Bergstaat im Osten des Himalaya Gebirges. Er umfasst eine Fläche von 7.299 km2 und hat eine Bevölkerungszahl von 594.056 Einwohnern. Die Landessprachen sind Nepalesisch, Lepcha, Limbu, Tibetisch, Hindi und die Amtssprache Englisch. Der Staat wird im Westen, Nordosten und Südosten von Nepal, Tibet (Volksrepublik China) und dem Königreich Bhutan umgeben. Die Hauptstadt und gleichzeitig die größte Stadt Sikkims ist Gangtok.

Geschichte

Wegen seiner exponierten Lage und der Zugangsmöglichkeit von Indien nach Tibet erlangte Sikkim schon vor langer Zeit strategische Bedeutung. 1641 wurde Sikkim Königreich und musste im 18 Jh. den Verlust von Land an Nepal, Bhutan und die Briten hinnehmen. 1835 trat der Raja einen Teil der Region Darjeeling an Großbritannien ab. Es folgten weitere Teile und 1861 wurde Sikkim britisches Protektorat. 1918 erhielt die Region die volle Selbstverwaltung, wurde jedoch 1950 von Indien zu einer erneuten Unterzeichnung eines Protektoratsvertrags gezwungen. 23 Jahre später erfolgte ein Umsturzversuch durch die nepalesische Bevölkerung, der mit der Erlangung des Status eines assoziierten Staates der indischen Union endete. Nach einer Volksbefragung 1975 erklärte die Regierung Sikkims den Beitritt zur indischen Union.

Klima & Geographie

Nahezu der gesamte Bundesstaat ist hügelig, mit dem Gipfel des Kanchenjunga (8.579 m) als höchstem Punkt des Staates. Er ist der dritthöchste Berg der Erde und liegt auf der Grenze zwischen Sikkim und Nepal. Der Teesta ist der größte Fluss des Bundesstaates, er wird auch als Lebenslinie Sikkims bezeichnet und durchläuft das zumeist bewldetet Gelände von Norden nach Süden. Bevölkert sind lediglich die Ausläufer der Himalayas im Süden des Staates.

In den Tälern findet man subtropisches Klima vor. Oberhalb von 1.000 m ist das Klima gemäßigt und die Temperaturen übersteigen nur selten 28°C. Im Winter sinkt das Thermometer in dieser Höhenlage kaum unter die 0°C. Dagegen sind die Gipfel der Berge das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt. Sikkim ist eine der feuchtesten Regionen der Himalayas und einer der wenigen indischen Bundesstaaten in denen regelmäßig Schnee fällt.

Wirtschaft

Gangtok
Gangtok

Die Wirtschaft Sikkims ist überwiegend auf Landwirtschaft ausgerichtet. Auf Terrassenhängen im Süden des Staates werden, mit überwiegend traditionellen Methoden, Kardamom, Ingwer, Orangen, Äpfel, Tee, Orchideen und Reis angebaut.

Brauereien, Brennereien, Gerbereien und die Herstellung von Armbanduhren sind die Hauptindustriezweige Sikkims. Sie sind im Süden nahe der Städte Melli und Jorethang angesiedelt. Zudem wurde in den letzten Jahren der Tourismus in der Bergregion entscheidend von der Regierung gefördert und soll durch die Verbesserung der allgemeinen Infrastruktur zum größten Wirtschaftsfaktor des Staates ausgebaut werden.

Zu den Rohstoffen, die in Sikkim gefördert werden, zählen Kupfer, Dolomit, Kalkstein, Graphit, Glimmer, Eisen und Kohle.

Tourismus

Pemayangste Monastery
Pemayangste Monastery

Sikkim ist für seine üppige grüne Vegetation, schöne Täler, türkisfarbene Seen und majestätische Berge bekannt. Die Bergregion bietet exzellente Ferienmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten. Die Regierung des Bundesstaates, die das Potential des Abenteuertourismus erkannt hat, baut in Chemchey ein Himalaya Center für Abenteuertourismus auf.

Im Landesinneren befinden sich zahlreiche historische und kulturelle Monumente, sowie Klöster, deren weiße Gebetsfahnen schon von Weitem zu sehen sind. Das heiligste aller Klöster ist Tashding. Das mit Gold verzierte Kloster ist etwa 40 km von Gezing entfernt und auf einem Hügel zwischen den Flüssen Rathong und Ragit gelegen. Yuksom ist das älteste Kloster der Bergregion und Krönungsort der Monarchen Sikkims.  Neben zahlreichen weiteren Klöstern, beherbergt Sikkim auch einige Hindutempel. Der wohl bekannteste ist Thakurbari, im Herzen der Hauptstadt Gangtok.

Sikkim

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