Der junge Bundesstaat Jharkhand existiert erst seit November 2000. Er hat eine Fläche von 79.722km2 und 26.909.428 Einwohner. Zwar ist Hindi die Landessprache, daneben werden jedoch eine Vielzahl weiterer Sprachen wie Angika, Nagpuri, Urdu, Qriya, Bengali und andere Indo-Aryan Sprachen gesprochen. Die Hauptstadt Ranchi liegt im Herzen Jharkhands.
Die Geschichte des Staates ist eng mit der des benachbarten Bihar verflochten, aus dem Jharkhand im November 2000 ausgegliedert wurde. Der Stifter des Buddhismus verbreitetete dort im 6. Jh. vor Chr. seine Lehre und macht die Gegend damit zum ältesten und auch lange Zeit zum Hauptsitz der buddhistischen Religion. Bihar bildete im Mittelalter ein eigenes mächtiges Reich und wurde 1525 an das Reich Delhi angeschlossen. Im Jahr 1756 wurde Bihar der East India Company überlassen.
Ein Großteil des Bundesstaates liegt auf dem Chota Nagpur Plateau, wo die Flüsse Koel, Damodar, Brahmani, Kharkai und Subarnarekha entspringen. In der dicht bewaldetet Region um die Distrikte Chotanagpur und Santhal Parganas liegen eine Reihe von kleinen Höhenzügen. Der höchste Berg in Jharkhand ist der Parasnath mit 1.365 m. Er ist ein bedeutender Pilgerort der Religionsgemeinschaft der Jainas.
Jharkhands Klima ist überwiegend tropisch, mit heißen Sommern und kalten Wintern.Jedoch gibt es regionale Klimavariationen, so haben einige Gegenden des Bundesstaates auch im Sommer ein angenehmes Klima, dazu zählen Ranchi, Netarhat und Parsbath.
In Jharkhand liegen die wichtigsten Kohleabbaugebiete Indiens und auch die beiden größten Stahlwerke des Landes befinden sich dort. Mit Jamshedpur, Ranchi, Bokaro und Dhanbad verfügt der Staat über eine Ansammlung an hoch industrialisierten Städten. In diesen Städten haben sich Unternehmen aus den Bereichen der Düngemittel-, Sprengstoff- und der Methangasindustrie niedergelassen.
Als Bundesstaat mit dem größten Rohstoffvorkommen Indiens findet man in Jharkhand Eisenerz, Kohle, Kupfer, Glimmer, Bauxit, Magnesit, Kalkstein, Ton, Graphit, Kainit, Chrom, Asbest, Thorium, Sillimanit, Uran, Gold und Silber.
Darüber hinaus leisten Land- und Forstwirtschaft einen bedeutenden Beitrag zu Jharkhands Wirtschaft. Der Anbau von Reis, Weizen, Mais und Hülsenfrüchten ist in der Region weit verbreitet.