

Wer nach Indien reist, sollte unbedingt einen Feiertagskalender zur Hand haben, denn jede der vielen Religionen hat ihre eigenen Feiertage, die in den einzelnen Bundesländern auch noch unterschiedlich liegen können. Diwali, als der bedeutendste Feiertag, beginnt immer am fünfzehnten Tag des Hindumonats Kartik (Ende Oktober/Anfang November), 20 Tage nach Dasahra, zu Neumond. Durch geografische Längenverschiebung kann es aber schon einmal dazu kommen, dass in Westindien, Europa oder Amerika einen Tag später gefeiert wird, als in Ostindien.
Der Ursprung des Festes liegt in der Rückkehr des göttlichen Königs Ram (der Verkörperung des Guten und des Lichtes) vor über 5.000 Jahren. Er besiegte König Ravana (die Verkörperung des Bösen und der Dunkelheit) und brachte so das Licht ins Land Ayodhya zurück.
Der Brauch beim „Lichterfest“ (Diwali = " Reihe von Lichtern"), das ganze Haus mit Öllampen und Teelichtern zu erhellen, um den Neuanfang weithin sichtbar zu machen, beruft sich auf diese traditionelle Überlieferung.
Das Fest selber kann je nach Region ein bis fünf Tage dauern und jeder der Feiertage hat seinen eigenen symbolischen Schwerpunkt.
Grundsätzlich ist die religiöse Bedeutung von Diwali vergleichbar mit unserem Weihnachtsfest. Die mit Lichterketten prachtvoll geschmückten Einkaufsstraßen Indiens, der Wunsch, Geschenke zu machen und die Rückbesinnung auf Freunde und Familie, weisen auch äußerlich viele Parallelen zu unserem christlichen Brauch auf.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist natürlich das Essen, das dem Anlass entsprechend mit besonders viel Liebe zubereitet, gerne verschenkt und mitgebracht wird, wenn sich am Abend die Familien gegenseitig besuchen.
Musik und Tanz, gute Laune und Geselligkeit prägen die positive Atmosphäre dieser fünf besonderen Feiertage.