

v.l.n.r. Guido Crosetto, Secretary of Defense, Italy; Karl-Theodor zu Guttenberg, Defense Minister, Federal Republic of Germany;![]()
Es geht um nichts anderes als den größten Rüstungsauftrag für die indische Luftwaffe überhaupt. Seit gut zwei Jahren bewerben sich alle führenden Hersteller um den lukrativen 7,3 Milliarden Euro schweren Auftrag über 126 moderne Kampfflieger. Auf der indischen Luftfahrmesse AERO India 2011 in Bangalore legte der deutsche Verteidigungsminister Karl-Thodor zu Guttenberg gestern sein ganzes politisches Gewicht für die EADS-Bewerbung in die Waagschale und warb in einem Gespräch mit Indiens Premierminister Manmohan Singh unter Anderem für das europäische Luftfahrkonsortium und seinen Eurofighter Typhoon.
Die politische Flankierung für deutsche Rüstungsgüter in Indien wird derzeit heftig von der deutschen Opposition angegriffen. Die Staatsführer Russlands, der USA, Frankreichs und Großbritanniens hatten ihrerseits bereits aktiv für ihre Rüstungsanbieter geworben. In den Ländern der Mitbewerber wird Indien als ein sicherer politischer Partner und guter Kunde für moderne Militärtechnologie angesehen.
EADS gründet Joint Venture in Indien
Indien besteht bei der Vergabe für den Auftrags über die 126 Kampfjets aber darauf, das ein Teil der Flugzeuge in Indien gefertigt werden soll und damit moderne Rüstungstechnologie ins Land kommt. Vor diesem Hintergrund gab EADS jetzt bekannt, dass ihre Tochter CASSIDIAN (ehemals EADS Defence & Security) ein 26:74 Joint Venture mit dem indischen Technologiekonzern Larson & Toubro (L&T) eingehen wird. Sobald die gesetzlichen Grundlagen dafür geschaffen sind, will CASSIDIAN seinen Anteil sogar auf 49% aufstocken. CASSIDIAN unterhält bereits ein Forschungszentrum im südindischen Bengaluru (ehem. Bangalore), das seit 2006 mit indischen Forschungseinrichtungen aus dem Bereich Verteidigung zusammenarbeitet.
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