

Foto: Ajay Tallam![]()
Die schon seit mehr als drei Wochen andauernde Kältewelle im Norden Indiens hat am 9. Januar 2011 ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. In Delhi fiel das Thermometer auf 3 Grad Celsius und damit auf die niedrigste Temperatur seit 40 Jahren. Tausende von Obdachlosen suchen nach warmen Unterkünften. Inzwischen sind fast 100 Menschen aufgrund der Kälte gestorben.
Die Stadtverwaltung in Delhi ließ tausende von Straßenfeuern anzünden, Unterkünfte für die Obdachlosen sollen zur Verfügung gestellt werden, damit nicht weitere Todesfälle zu beklagen sind. Denn die Wettervorhersagen kündigen einen weiteren Temperatursturz an.
In der Stadt Leh in der Region Ladakh wurden sogar Tiefstwerte von unter minus 20 Grad gemessen. In Srinagar ist sogar der Dal Lake zugefroren. So kalt war es zuletzt vor über 20 Jahren. Besonders betroffen ist jedoch der Bundesstaat Uttar Pradesh, mit über 190 Millionen Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Bundesstaaten Indiens. Hier sind auch die meisten Todesopfer zu beklagen.
Inzwischen wurden in den meisten Gegenden Nordindiens die Schulen vorläufig bis 15. Januar 2011 geschlossen.
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